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Sondentypen für Pumpentechnik

Eigenschaften & Eignung

Auswahl von Sonden für Hebeanlagen und Pumpstationen

In Hebeanlagen und Pumpstationen kommen bestimmte Sonden bzw. Sensoren zum Einsatz, um den Wasserpegel im Abwasserbehälter zu ermitteln. Je nach Anwendungszweck der jeweiligen Sonde kann dies dazu dienen, Pumpvorgänge einzuleiten oder einen Alarm auszulösen, wenn sich das Wasser im Behälter aufstaut. Es stehen fünf Sondentypen zur Auswahl, die sich jeweils für bestimmte Einsatzbedingungen eignen: Drucksensor, Leitwertsonde, Schwimmerschalter,
hydrostatischer Sensor und optische Sonde.
Drucksensor
Der Wasserpegel in einer Hebeanlage oder Pumpstation kann mithilfe eines Drucksensors ermittelt werden, in dessen Innerem sich eine Luftkammer befindet. Ansteigendes Wasser komprimiert die Kammer minimal, wodurch sich darin der Luftdruck erhöht. Der Sensor misst den Druck und löst den Pumpvorgang aus, sobald der entsprechende Pegelwert überschritten wird.

Drucksensoren als Pegelsonden sind kostengünstig und einfach zu handhaben, eignen sich jedoch nicht für Pumpentechnik, die nur unregelmäßig genutzt wird. Außerdem kann ihre Funktion durch extrem fettiges Abwasser, bei sehr langem Druckschlauch oder durch Kondenswasser im Druckschlauch beeinträchtigt werden.
Leitwertsonde
Eine als Pegelsonde in einer Hebeanlage oder Pumpstation eingesetzte Leitwertsonde löst den Pumpvorgang aus, sobald das Wasser zwei eng beieinander liegende Messpunkte erreicht. Die dort anliegende Wechselspannung führt dazu, dass Strom durch die leitende Flüssigkeit zwischen den Messpunkten fließt. Dies gibt dem Steuergerät das Signal, die Pumpe zu aktivieren.

Mit einer Leitwertsonde kann der Wasserpegel in einem Abwasserbehälter auf einfache und kostengünstige Weise ermittelt werden. Sie funktioniert allerdings nur mit leitenden Flüssigkeiten und kann nicht in Pumpentechnik eingesetzt werden, die Regen- oder Kondenswasser fördert.
Schwimmerschalter
In einer mit Schwimmerschalter ausgestatteten Hebeanlage oder Pumpstation wird der Pumpvorgang ausgelöst, wenn im Abwasserbehälter ein Schwimmer durch ansteigendes Wasser nach oben gedrückt wird. Sobald der Schwimmer die entsprechende Höhe erreicht hat, erhält das Steuergerät das Signal zum Aktivieren der Pumpe.

Der Schwimmerschalter ist ein einfacher und bewährter Sondentyp, der sich jedoch nicht eignet, wenn stark verschmutztes Abwasser in die Hebeanlage oder Pumpstation eingeleitet wird. In diesem Fall kann sich Schmutz auf dem Schwimmer ablagern und seine Funktion beeinträchtigen.
Hydrostatischer Sensor
Hydrostatische Sensoren messen Wasserdruck. Wird ein hydrostatischer Sensor als Sonde in einer Hebeanlage oder Pumpstation verwendet, werden die Messwerte anschließend in analoge Signale umgewandelt. Diese Signale werden genutzt, um im Schaltgerät je nach Wasserpegel unterschiedliche Aktionen wie das Aktivieren der Pumpe oder einen Alarm auszulösen.

Der große Vorteil hydrostatischer Sensoren besteht also darin, dass sie nicht nur eine, sondern mehrere Aufgaben erfüllen können. Somit machen sie es beispielsweise überflüssig, Pumpentechnik mit separaten Alarmsonden auszustatten. Allerdings sind sie deshalb in der Regel auch teurer als andere Sondentypen.
Optische Sonde
Optische Sonden werden in Hebeanlagen und Pumpstationen als Alarmsonden eingesetzt. Sie senden ein optisches Signal in Form von Infrarotlicht aus, dessen Brechungswinkel sich bei Kontakt mit Flüssigkeit ändert. Sobald die Sonde eine derartige Änderung feststellt, wird der Alarm ausgelöst.

Im Vergleich zu anderen Sondentypen eignen sich optische Sonden in der Regel besser als Alarmgeber, da sie auch nach langer Inaktivität zuverlässig funktionieren. Sie können allerdings Falschalarme auslösen, wenn sie in Hebeanlagen oder Pumpstationen mit stark schäumendem Abwasser eingesetzt werden, oder wenn sich aufgrund warmer Abwasserdämpfe Kondenswasser an der Sonde bildet.

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