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Bemessung der Ablaufleistung

Bodenabläufe müssen so dimensioniert werden, dass sie anfallendes Abwasser ableiten können, ohne das es zu Stauungen kommt.

Ablaufleistung bemessen: So wird’s gemacht

Für die fachgerechte Entwässerung im Innen- und Außenbereich muss sichergestellt werden, dass die verbauten Abläufe und Ablaufleitungen für die am Einbauort anfallenden Wassermengen und -drucke geeignet sind. Dabei müssen bestimmte Normvorschriften und/oder die örtliche Regenwassermenge sowie die Druckbeständigkeit der verwendeten Rohrleitungen berücksichtigt werden. Wie Sie dabei vorgehen, erfahren Sie hier.

Mindestabflusswerte nach DIN EN 1253-1

Die Norm DIN EN 1253-1 gibt die Mindestmengen Wasser vor, die Abläufe in unterschiedlichen Nennweiten bei einer Stauhöhe von 20 mm abzuleiten imstande sein müssen. Zusätzlich muss in der technischen Produktdokumentation das Abflussvermögen bei einer Stauhöhe von 10 mm (wahlweise in einer Abflusskurve) angegeben sein.

DN/OD 32 - DN/ID 30
DN/OD 40 - DN/ID 40
DN/OD 50-90
DN/OD 100-110
DN/OD 125 - DN/ID 125
DN/ID 150 - DN/OD 160

Achtung: Sonderregelung für Duschabläufe beachten!

Für Abläufe ohne seitliche Anschlüsse, die in Duschen mit einem einzelnen Duschkopf verwendet werden, gilt eine Sonderregelung: Ihr Mindestabflusswert muss in jedem Fall 0,4 l/s betragen. Die betreffenden Produkte müssen vom Hersteller entsprechend gekennzeichnet werden.

Mindestabflusswerte nach Regenwasserabfluss

Alle Abläufe, die Regenwasser aufnehmen, müssen ausreichend groß für den örtlichen
Regenwasserabfluss Q bemessen werden. Der Wert wird anhand der hier angegebenen Formel ermittelt. Bitte beachten Sie, dass während eines Starkregens kurzzeitig größere Regenwassermengen auftreten können. Diesem Umstand ist mittels geeigneter Maßnahmen wie dem Einbau von Notüberläufen oder der Druckentlastung von Freispiegelleitungen Rechnung zu tragen.

Q: Regenwasserabfluss in l/s
r(D, T): Berechnungsregenspende in l/(s x ha) lt. Statistik
C: Abflussbeiwert
A: wirksame Niederschlagsfläche in m²

Druckbeständigkeit der Rohrleitungen

Bei der Auswahl der im Anschluss an Abläufe verbauten Rohre, Formstücke, Verbindungen und Halterungen ist darauf zu achten, dass diese den im Rohrinneren erwarteten Über- und Unterdrücken standhalten. Bei Bedarf sind längskraftschlüssige Bauteile einzusetzen um Verbindungen wie Steckmuffen angemessen zu sichern. Bei größeren Dachentwässerungssystemen sind die genauen Innendrücke per Überlastungs- und Überflutungsrechnung genau zu ermitteln.

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