„Es ist auch möglich in Krisenzeiten gegen den Trend erfolgreich zu sein“

In seinem Trend-Statement anlässlich der IFH/Intherm 2010 in Nürnberg fasste KESSEL-Vorstand Alexander Kessel die Überlegungen und Strategien des bayerischen Entwässerungs-spezialisten zusammen.

KESSEL-Trend-Statement 2010

(Lenting, 16. April 2010) Nur wer innovativ ist, kann sich behaupten. So provokant überschreibt die KESSEL AG ihr aktuelles Trend-Statement zur Entwässerungstechnik. Anlässlich der IFH/Intherm 2010 in Nürnberg fasste Alexander Kessel, Vorstand Marketing, Vertrieb und Personal, die Überlegungen und Strategien des bayerischen Entwässerungsspezialisten zusammen: „Der Markt der Sanitärprodukte ist rückläufig. Davon können alle Betroffenen ein Lied singen. Der Umsatz in der Sanitärbranche ist nach Schätzungen des ifo-Institutes von 2008 auf 2009 um nominal 5,5 Prozent zurückgegangen. Für 2010 wird bislang ein geringes Umsatzwachstum auf ein Plus von knapp drei Prozent erwartet.“ Es besteht also grundsätzlich noch kein Grund zur Entwarnung. Dennoch, statt im allgemeinen Branchenjammer zu verharren, präsentiert KESSEL für 2009 in Folge hervorragende Zahlen und blickt optimistisch ins Jahr 2010. „Wir lagen in 2009 deutlich über Vorjahr. Das erste Quartal 2010 ist wegen des langen Winters schleppend angelaufen, wir konnten aber im März stark aufholen, so dass wir optimistisch sind, was das laufende Jahr anbelangt“, so Kessel. Das Unternehmen unterstreicht dabei die ausgewiesene Innovationsstärke als entscheidendes Erfolgskriterium.

Alexander Kessel: „Die Marke KESSEL steht seit mehr als 45 Jahren für Innovation und damit für Unternehmermut. Das klingt vielleicht für den einen oder anderen in der jetzigen Zeit als etwas zu normal, aber genau diese Stärke ist es, die es uns ermöglicht hat, auf einem schrumpfenden Markt auch in schwierigen Zeiten erfolgreich zu sein – und darauf wird es auch in Zukunft ankommen. Wenn man innovativ ist, gibt es in der Entwässerungstechnik und sogar speziell auf dem deutschen Markt genügend Möglichkeiten, erfolgreich zu bestehen.“ Speziell in der Sanierung, Renovierung und Modernisierung gibt es Potenzial.

Denn vieles, was gebraucht wird, ist bereits gebaut. Zukünftig wird also weniger neu gebaut, es wird zurück- oder umgebaut. „Das bedeutet für die Branche eine Verschiebung bei den Zielgruppen: von den Bauherren zu den Hausbesitzern, die den Wert ihrer Immobilien dauerhaft erhalten wollen. Darüber hinaus gibt es zwei Trendlinien: die Individualisierung der Gesellschaft und den demografischen Wandel durch die zunehmende Alterung. Es können also auch im Segment Entwässerungstechnik mit innovativen Produktideen noch Märkte aufgebrochen und Bedarfe geweckt werden. Ich denke da unter anderem an die Bereiche Rückstauschutz, Abscheidetechnik und natürlich das Thema Bad.

Besonders in diesem Bereich sehen wir für unsere neue Marke KesselDesign ein hohes Potenzial – vor allem durch die Verbindung von Technik und Design. Es gibt hier für uns drei vielversprechende Segmente: das altersgerechte Bad, das Luxusbad und das Wellnesbad.“

Kunden schätzen aktuelles Wissen

Ein funktionierendes Produkt mit hoher Qualität genügt heute allerdings nicht mehr, um zu verkaufen. Der Kunde erwartet deshalb zusätzlich ein umfassendes Dienstleistungsangebot und vor allen Dingen Informationen und Know-how. Die Vermittlung von Wissen biete, so Alexander Kessel, dem Kunden einen Informationsvorsprung, einen Wettbewerbsvorteil und hohe Kundenzufriedenheit. Zufriedene Kunden wiederum sichern das Folgegeschäft. Und darauf käme es an. KESSEL punkte deshalb mit seinem Kundenforum am Firmenstandort Lenting. „Dort können Fachleute und Interessierte die Entwässerungstechnik einmal ganz anders erleben, nämlich zum Anfassen und Mitmachen. Schließlich haben sich die Anforderungen unserer Zielgruppen radikal geändert“, umschreibt Alexander Kessel das Konzept. So ist in der Multimedia-Ausstellung „Erlebniswelt Entwässerungstechnik“ die gesamte Produktpalette an den typischen Einbauorten zu sehen. Möglich wird das durch riesige, von der Rückseite angestrahlte Echtfotos, die sich in einem kurvigen Ausstellungstunnel befinden.

Multimediapräsentationen und Kurzfilme visualisieren wichtige Produktdetails und Anwendungsmöglichkeiten. Auch in Zukunft wird man die Innovationskultur des Unternehmens pflegen. „Denn gerade in einem globalisierten Geschäftsumfeld ist Know-how der Schlüssel für Erfolg am Markt“, so Kessel. Das gelte insbesondere für ein Unternehmen wie KESSEL, das in einem Hochlohnland produziere und auf ausgereifte Technik sowie hochwertige Produkte setze.